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5# Figuren/ Protagonisten sind das A & O in einem Roman

Jeder der gerne Romane liest, weiss wie wichtig es ist, dass in dem Roman die Protagonisten, jene in der Handlung vorkommen, enorm entscheidend sind. Wenn einem die Personen im Roman nicht gefallen, wenn sie einen nicht ansprechen oder man sie nicht fühlen kann, dann kann die Geschichte noch so gut sein, man kommt nicht in die Handlung hinein. Es fehlt was. Oft merkt der Leser /In vielleicht gar nicht, warum ihnen das Buch nicht gefällt, warum sie die Geschichte nicht erleben, sondern nur lesen.  Dies liegt oft daran, dass der Autor die Figuren nicht genügend entwickelt hat. Dies hört sich vielleicht einfach an, doch es stellt jeden Autor vor eine große Herausforderung. Ich habe mir, bevor ich angefangen habe zu schreiben, viele Gedanken über die Protagonisten meines Romans gemacht. Dann habe ich angefangen zu schreibe. Während des Schreibens habe ich gemerkt, dass sich die Charaktere weiterentwickeln, sich verändern. So habe ich laufend Anpassungen gemacht. Als ich die ersten 40 Seiten meinem Lektor zum Lesen gab, bat ich ihn, mir noch ein paar Inputs zu geben. Dabei kam das Thema sehr schnell auf die Figuren. Obwohl ich sie in meinem Kopf ganz klar hatte und auch vieles in mein Notizbuch eingetrug,  hat er mich darauf aufmerksam gemacht, dass man als Leser bei den Dialogen das Gefühl hat, dass immer diesselbe Person spricht. Es gab sprachlich, vom Tempo, vom Sprech-Charakter kaum Unterschiede. Dies ist mir gar nicht aufgefallen, doch wenn wir Menschen ganz bewusst zuhören, hat jeder seine individuelle Art zu sprechen, sich auszudrücken, Sätze zu bilden und und und… Dieser Input hat mir enorm geholfen und ich habe noch mehr Zeit in meine Protagonisten investiert.

Ich weiss, dass einige die meinen Blog lesen, selbst auch gerade am Schreiben sind. Andere wollen einfach einen Einblick, wie ich an den Roman herangehe. Deswegen erzähle ich euch, wie ich meine Figuren entwickelt habe. Ich zeige dies an meiner Hauptfigur. Natürlich sind hier in diesem Blog nicht alle Gedankengänge und Schritte beschrieben, da dies viel zu weit führen würde. Doch es wird dem einen oder anderen einen Input geben oder einfach aufzeigen, was viele Autoren machen, bis eine Person den Weg in den Roman findet.

Die ersten Gedanken die ich mir gemacht habe waren: Wer ist die Hauptperson in meinem Roman? Soll dies ein Mann oder eine Frau sein und wie alt ist sie oder er?.Für mich war schnell klar, dass ich für meine Geschichte, jene ich im Kopf habe,  einen Mann als Hauptfigur wählen werde. Die Hauptfigur ist bei mir auch der Erzähler. Er führt den Leser durch das ganze Buch und nimmt ihn mit auf eine Reise. Dann habe ich das Alter definiert, Da es mein erster Roman ist, entschied ich mich, ihn in einem ähnlichen Alter erscheinen zu lassen, in dem ich ungefähr bin. Weil es mir so leichter fällt, mich in ihn hinein zu spüren. Somit ist meine Hauptfigur 35 Jahre alt. Er ist somit ein bisschen jünger wie ich, da dies idealer für meine Geschichte ist, jene ich erzähle. Dann habe ich zuerst mal sein Aussehen definiert.

Am Anfang waren dies die wichtigsten Punkte:

  • Haarfarbe: dunkelblond
  • Augenfarbe: Blau
  • Größe: 178 cm
  • Dreitagebart
  • Klang der Stimme: dunkel
  • Kleidung: gepflegt, sportlich

Danach überlegte ich, ob er besondere Merkmale hat oder ob etwas an seinem Körperbau speziell ist. Einschränkung, Behinderung, spezieller Haarschnitt und und und…. Ich bin zuerst von ganz außen an ihn herangegangen. Natürlich musste, ich vorher schon meine Geschichte im Kopf haben, vor allem die Eckpunkte, die in der Geschichte vorkommen, damit ich meine Protagonisten auch vom Aussehen her anpassen kann, falls ein Detail wichtig wäre für meine Handlung. Dann war für mich noch der Name entscheidend. Namen sind für meine Geschichte enorm wichtig, da für die Handlung später die Namen entscheidend sein werden. Ich weiss zwar noch nicht, ob dies im ersten Band meines Romans schon eine Rolle spielen wird, doch ich weiss jetzt schon, dass es im Verlauf der Geschichte entscheidend sein wird.  Da ich vorhabe, mindestens 3 Bücher des Romans in der Fortsetzung zu schreiben, muss ich dies bei der ganzen Planung auch berücksichtigen. Wenn das erste Buch erscheint und ich da einen Fehler mache, kann ich diesenschlecht korrigieren. Meine Hauptfigur kommt aus Frankreich, der Name ist, wie schon gesagt, eines Tages entscheidend. Da er ein moderner Typ ist und die Geschichte im Hier und Jetzt spielt, wollte ich auch einen modernen Namen haben. Doch da der Name für meinen Roman entscheidend war und er etwas spezielles ausdrücken sollte, stand ich vor einem Problem. Der Name Johannes wäre ideal, doch klingt er nicht gerade modern. Trotzdem entschied ich mich,  dass er Johannes heissen wird. Mit Kurznamen  nennt er sich aber Joe, weil er den Namen Johannes nicht mag. Warum das so ist,  erfährst du dann im Roman. Somit hatte ich den Bogen. Von der Bedeutung  kann ihn also dennoch modern klingen lassen. Außerdem habe ich mir Gedanken gemacht, wie Johannes gelebt hat,  bevor meine Geschichte im Roman beginnt. Woher kommt er, wie war seine Kindheit und und und…. In meinen Notizen und in meinem Kopf, habe ich viele Details, jene wohl gar nie im Roman auftauchen. Diese sind aber für mich wichtig, um zu verstehen, warum Joe so ist wie er ist. Etwas, was mir sehr geholfen hat: Ich habe mit Johannes /Hauptfigur im Roman, ein Interview geführt.  Auf diese Idee hat mich meine Freundin gebracht. Ich finde die Idee genial und kann diese jedem empfehlen, der auch ein Buch schreibt. Da ich selber schon X Interviews geben durfte, habe ich schnell einen Fragekatalog zusammengestellt und mir dann vorgestellt wie und was Johannes dabei antworten würde. Das hat mir wirklich enorm geholfen, meine Hauptfigur im Roman besser zu verstehen.

Falls dich das Interview, jenes ich mit Johannes geführt habe, interessieren würde, schreibe mir dies bitte unter diesen Blog in die Kommentare! Dann werde ich dies für euch öffentlich machen! Bin sehr gespannt und freue mich immer auf ein Feedback von euch!

Danke für dein Feedback und dass du meinen Blog liest, Pascal

 

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16 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Die Idee mit dem Interview finde ich super. Ich würde dieses Interview wirklich sehr gerne lesen. Wie du an dein Buch heran gehst und es sich entwickelt finde ich total spannend.

    Antworten
    • Gabriele Hofmann
      26. Juli 2020 9:04

      Mir gefällt die Idee mit dem Interview, ich würde sehr gern mehr darüber erfahren. Vor allem interessiert mich dieser Johannes, oder kurz Joe.Ich hoffe, das er aufgeschlossen ist und doch einiges aus seinem Leben erzählt und für uns Leser wichtige Infos preisgibt. Es wird spannend. Ich freue mich jetzt schon auf den Dreiteiler, vielleicht entstehen noch mehr .Lieber Pascal, ich wünsche dir gute Impulse und Ideen und freue mich schon auf den nächsten Blog.

      Antworten
  • Maria Rosa Christina Egli-Schüpfer
    26. Juli 2020 7:15

    Lieber Pascal, die Idee mit der Entwicklung der Roman Figur finde ich gut. Es interessiert mich, warum es eine fiktive Figur sein soll. Ist die Geschichte, resp. der Roman, den Du schreiben willst nicht Wahrheit? Es berührt mich irgendwie unangenehm. Danke trotzdem, dass ich den Blog lesen darf und wie es mit Johannes, Joe startet und weitergeht. ❤ Grüße Maria

    Antworten
  • Renate Hackl
    26. Juli 2020 9:44

    Hallo Pascal, interessant mitzuerleben wie Romanfiguren entstehen. Ich hätte bitte Interesse an dem Interview mit Johannes. Da ich ja deinen Roman dann auch lesen werde, bin ich schon gespannt, wie es ist, wenn man die Hintergründe teilweise miterfahren hat. Ich glaube, dass man dann noch mehr in die Geschichte einsteigen kann und es noch realitätsnaher wird.
    Alles liebe und einen schönen Sonntag 🤗

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  • Hallo Pascal.

    vielleicht erhält Du Antworten aus dem enorm reich gespeicherten Raum um uns herum.
    Aus denen Kreative schöpfen und sie anzapfen können aus der Intuition heraus und dem Vertrauen.
    Es ist doch enorm sviel gespeichert in diesem Feld.
    Ideen die geboren werden wollen schwirren darin herum und irgendwann kommen die Entdecker , Schöpfer und lassen sich davon zusätzlich ONspirieren……
    Du bist mit Deiner Krestivität und dem was geboren werden möchte ONLINE…Schmunzeln..
    Schau, ist gerade so aus mir herausgesprudelt.
    Viele gute Ideen und Freude beim Schöpfen und Gestslten wünscht Dir

    Eveline

    Antworten
  • Carmen Siems
    26. Juli 2020 11:23

    Wow danke für die ganzen Einblicke. Es ist wirklich faszinierend. Während ich dein Text gelesen habe ist auch die Neugier auf deinem Roman noch mehr gestiegen. Ich finde es super und bin sehr dankbar für die Einblicke hinter den Kulissen.

    Antworten
  • Franziska Kohlbrenner
    26. Juli 2020 15:57

    Ich freue mich immer sehr auf einen weiteren Teil über die Entstehung des Buches und lese gespannt mit. Mich würde das Interview interessieren und hoffe, dass es bald erscheint. Das Bild der Hauptperson ( nehme an, dass es sie ist) wirkt sympathisch. Freue mich jetzt schon, den fertigen Roman zu lesen.

    Antworten
  • Ja, dass wäre total interessant wenn du das Interview mit uns teilen würdest…da hat man auch schon mal ein “ Gesicht“ von der Hauptfigur vor Augen . Aber dass das sooo ein Aufwand ist ein Buch zu schreiben, hätte ich nicht gedacht…Respekt!

    Antworten
  • Petra Maria Scheid
    26. Juli 2020 19:45

    😇 Wovon handelt Ihr Roman?
    LG

    Antworten
  • Andrea Leuenberger
    27. Juli 2020 16:13

    Ich finde deine Idee mit dem Roman sehr spannend. Das Interview mit uns zu teilen wäre fabelhaft. Denke wenn man so alles mitbekommt wie ein Buch entsteht,wird es intressanter…ich bin sehr gespannt,da ich keine Romanleserin bin,aber deine bisherigen Bücher sehr gerne gelesen habe. Wieviel wahres oder ist überhaupt wahres in deinem Roman?
    LG

    Antworten
  • Das Interview mit Johannes würde ich gern lesen. Danke,dass du die Entstehung des Romanes mit uns teilst. Ich finde es sehr spannend.

    Antworten
  • Hallo Pascal
    Ja sehr gerne möchte ich das Interview mit dir und Joe lesen.
    Ich finde es sehr cool und spannend, dass du deine Leser/Fans teilhaben lässt, was gerade bei dir am Entstehen ist.
    Eine Frage habe ich noch; wie und weshalb hat sich deine Begeisterung für das Schreiben entwickelt? Ich erinnere mich an ein Statement, welches ich vor einigen Jahren von dir gehört (oder gelesen gabe, da bin ich mir nicht mehr sicher😉), dass du nicht gerne ‚selber’ schreibst und eine Schreibschwäche hättest?! Wie ist es aktuell? Schreibst du selber oder machst du diesen Roman als Diktat aus deinem Kopf?
    Ich freue mich schon jetzt mehr von diesem Roman zu erfahren 🙏🏼

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    • Liebe Nicole,
      danke für dein Feedback. Da hast du wohl etwas falsch in Erinnerung. Ich habe schon immer gerne geschrieben, bereit im alter von 7 Jahren habe ich mein erstes Buch geschrieben und auch immer alles selber geschrieben. Doch was stimmt und dies habe ich in Interviews schon gesagt, dass ich eine Schreibschwäche (Rechtschreibung) habe und ich mich dennoch nicht vom schreiben abhalten lasse. Gibt ja zum Glück Lektoren 😉 Doch geschrieben habe ich immer gerne und dazu muss ich mich nicht motivieren. 🙂 Lieber Gruss, Pascal

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